Workshop am 20.06.2024: Bauen im Bestand effizient gestalten – Arbeitsprozesse optimieren und Verschwendung beseitigen
Am 20. Juni 2024 fand im Rahmen von WiPiA in Rutesheim der Präsenz-Workshop „Bauen im Bestand effizient gestalten – Arbeitsprozesse optimieren und Verschwendung beseitigen“ statt.
Organisiert vom Kompetenzzentrum Ausbau und Fassade, brachte die Veranstaltung zahlreiche Experten und Interessierte zusammen, um innovative Ansätze und bewährte Methoden im Bauwesen zu diskutieren.
Die Einführung und Zielsetzung des Workshops wurde von Dr. Roland Falk präsentiert. Er hob die Bedeutung der Effizienzsteigerung und der Optimierung von Arbeitsprozessen im Bauwesen hervor. Besonders betonte er die Notwendigkeit, Verschwendung zu beseitigen und Ressourcen gezielt einzusetzen.
Ein Highlight des Workshops war die Einführung in die Lean Projekt Kultur durch Thomas Bär, Geschäftsführer des German Lean Construction Institute (GLCI), und Tobias Guller, Trainer der GLCI Academy. Sie erläuterten, wie die Lean-Management-Philosophie auf das Bauwesen angewendet werden kann. Dabei standen die Entwicklung einer positiven Projektkultur und der Aufbau von Vertrauen im Mittelpunkt. Mit dem Jubiläums-Pubquiz des GLCI rundeten sie diesen Teil des Workshops auf unterhaltsame Weise ab.
Frank Hettler von Zukunft Altbau berichtete von der Exkursion zum Sanierungssprint in Leipzig-Markkleeberg. Die Exkursion offenbarte einige Schwächen in der aktuellen Baupraxis, wie die fehlende Baustellenassistenz und unzureichende Materiallogistik. Hettler stellte zudem ein Netzwerk potenzieller Partner für zukünftige Sanierungssprints in Baden-Württemberg vor und diskutierte die Rolle von Zukunft Altbau als neutrales Netzwerk- und Ausbildungszentrum für Sanierungscoaches.
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war die Vorstellung der Pilotbaustelle durch Dr. Roland Falk und Sibylle Adler. Anhand eines Dreifamilienhauses demonstrierten sie die Umsetzung von Bauprojekten in vier Phasen: Akquise, Beratung, Auftrag und Ausführung. Dieses Pilotprojekt soll als Modell für zukünftige Bauvorhaben dienen und die Praxistauglichkeit der besprochenen Methoden unter Beweis stellen.
Im ersten Workshop-Teil präsentierte Sibylle Adler digitale Hilfsmittel zur Optimierung der Bauprozesse. Hierbei wurden Tools wie Immersight für die Bestandsaufnahme und Windows 365 Teams & Valoon für die Dokumentenablage und Kommunikation vorgestellt. Diese digitalen Lösungen sollen dazu beitragen, Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und die Zusammenarbeit zu erleichtern.
Prof. Dr. Hermann Hütter vom Steinbeis-Transferzentrum führte im zweiten Workshop-Teil in moderne Planungsmethoden ein. Er erläuterte das Phasenmodell der Sanierung im Bestand und stellte den Gebäudesanierungsmanager (GSM) vor. In einer praktischen Übung mit Last Planner Systemen erarbeiteten die Teilnehmer Ablaufschritte für ein Sanierungskonzept, wobei verschiedene Gewerke berücksichtigt wurden.
In der abschließenden Diskussionsrunde waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Lean-Methoden eine großartige Basis für eine zukunftsweisende Baustellenkultur bieten. Der Workshop war ein voller Erfolg und zeigte, wie wichtig es ist, innovative Ansätze und kollaborative Methoden im Bauwesen zu fördern. Die vorgestellten Projekte und Methoden bieten eine vielversprechende Perspektive für die Zukunft des Bauens im Bestand. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte und darauf, die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.














